category: words

blue sky

 

“I feel almost as if I hadn’t seen a blue sky for two months”, I said to the very friendly taxi driver last Friday morning in Hamburg. And he said: “Two months? To me it seems like half a year.” Last Friday however we had such a lovely clear blue sky all day after weeks of rain, and it felt so good. Saturday again the sky was a gorgeous blue. On my way back from the supermarket Yoko Ono’s postcard art work came to my mind, the postcard with the little round hole in the middle and the text A HOLE TO SEE THE SKY THROUGH. I was so happy to have that blue sky back after such a long time, and so I did it. I looked for the postcard with the little hole, and I did see the sky through it. –
My little snapshot is to say Thanks to the wonderful people I am happy to have met last Friday in Hamburg. Thank you all for that bright and sunny day in White and Orange!

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long nights 01a


The daylight hours get longer again now in this corner of the northern hemisphere. Well not yet so very much, just a few seconds a day, but that’s not nothing …

 

© rb

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That’s the terrible thing: the more one works on a picture, the more impossible it becomes to finish it.

– Alberto Giacometti 

 

 

 

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Pias Baum: Es ist wieder soweit. Jedes Mal, wenn der Baum vor meinem Bürofenster sich gravierend verändert, denke ich an Pia. Wir waren eine 2-Frauen-WG. Pias Zimmer ist jetzt mein Arbeitszimmer. Der Baum vor dem Fenster ist eine Linde, riesengroß und uralt. Jetzt im Juli rieseln wieder diese grisseligen winzigen Dinger durch die Luft, die von den Blüten abfallen, und die Straße und die Autodächer wie ockerfarbener Pulver bedecken. Von oben, vom Fenster, ein schönes Bild. Ich kenne mich mit Bäumen nicht aus, wie ihr merkt, daher meine unbeholfene Umschreibung  -  “grisselige Dinger”. -

Ich weiß nicht, wo du jetzt bist, Pia, vielleicht in Neufundland, wo du ja hin wolltest, und vielleicht liest du dies und amüsierst dich.

Pias Zimmer war ein Pappkartonlager. Aus den Kartons baute sie Miniaturkulissen mit schrägen, lichtdurchlässigen Wänden und Decken und machte darin Makroaufnahmen. In die Kulissen stellte sie Figuren, die im Bild nachher nur als Schatten zu sehen waren.
Das erste Licht, ich brauch’ das erste Licht”, sie stand oft halb in der Nacht auf und arrangierte ihre Kulissen für das Frühlicht. Bis Mittag war sie mit dem Bearbeiten von Fotos beschäftigt, dann ging sie ins Bad, aß kurz was und verschwand wieder in ihrem Zimmer.

Ich war ganz klar die bodenständigere von uns beiden, aber in der ‘Grundsubstanz’ waren wir ähnlich. Wir wollten unabhängig sein, nicht angestellt arbeiten. Wir hatten beide von der Hand in den Mund gelebt, schon bevor wir uns trafen, und das als Preis dafür gesehen, uns mit Dingen beschäftigen zu können, die uns wichtig waren. Wir standen oft mittags erst auf und sprachen den Rest des Tages über Ideen. Dann wieder werkelten wir die Nächte durch, beflügelt von dem, was wir geschafft hatten.

Einmal kam Pia nicht aus ihrem Zimmer heraus. Ich hörte keinen Laut und fing an mir Sorgen zu machen. Mittags klopfte ich bei ihr. “Lass mich”, rief sie, “ich fotosynthesiere”, und sie lachte. Ich starrte die Tür an, zuckte mit den Schultern und ließ Pia machen. Abends kam sie raus und sagte, sie habe den ganzen Tag nur dagesessen und den Baum angeschaut. Zuerst habe sie sich dazu zwingen müssen, dann aber sei es ganz leicht gegangen.

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Sie sagte: “Der Baum war noch kahl, das ist keine zwei Wochen her”, sie war ganz aufgeregt, “und jetzt ist er voller Blätter, und ich habe nichts davon bemerkt, wie er sich verändert hat, nichts von der Zeit dazwischen, verstehst du? Das ist doch nicht normal, dass ich das nicht sehe, dass überhaupt ein Mensch so was nicht sieht, oder?”
Und dann hat sie ihr Dasitzen und den Baum anschauen irgendwie mit Fotosynthese verglichen. Ich weiß nicht mehr den Wortlaut, nur das am Ende weiß ich noch, da hat sie gesagt: “Stillsitzen und sehen, das ist wie Sonne und Salz.”

© rb Alle Rechte bei der Autorin

 

 

white stork

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Working as a freelancer does provide some advantageous, such as:  You can work night or (and) day, whenever you like. You can go to the cinema and enjoy an empty afternoon performance on a normal weekday. You can visit a zoo in the morning, also on a normal weekday. That is what we did.

We went to the zoo. What a surprise to see storks! And to hear them! They made an ever so impressive bill clattering sound performance. They sounded like a dozen storks. An incredible surround sound above our heads. Only the two on the picture I could see. Later I saw other storks too. It was great!
And me without a microphone! I had left it at home. I don’t take microphones with me while visiting a zoo because when recording animal sounds I prefer them free of human voices. So I missed the unexpected chance to record the awesome bird percussion but:  my camera captured the picture of a stork love for me.

Under this link I found more about storks, such as the answer to the question of why storks don’t like to fly across the ocean.

 

Not to forget the neighbours! – Here they are, after lunch:

 

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