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asphalt

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Kann man eine Stadt am Klang erkennen?

Ja. New York, Lagos, Bagdad, Mumbai – weltbekannte Metropolen kann jemand aus Dubai, Berlin oder Dakar durch akustische Merkmale identifizieren, ohne je dort gewesen zu sein. Würde man aber in Tiflis, Peking oder Boston Leuten Tonaufnahmen von weniger bekannten Städten wie Manama, Doha oder Kiel vorspielen, dann, …
Wir können eben nur wiedererkennen, was wir schon kennengelernt haben.
Das ging mir durch den Kopf, als ich merkte, dass ich gar kein Foto vom Ort dieser Aufnahme hatte und nach Ersatz suchte. Die Stadt, wo ich sie gemacht habe, ist global gesehen weniger bekannt. Ich war nicht speziell darauf aus, Identifikationsmerkmale einzufangen. Es geht mir bei Stadtaufnahmen meist eher darum, Aufnahmestellen zu finden, wo ich einen Raum, einen Stadt-Raum, erfassen kann, so gut wie möglich, um ihn dann zum Hören mit Kopfhörern aufzubereiten.

Diese Aufnahme ist ein glücklicher Zufall.
Ein Spätsommertag, an dem so ungewöhnlich schönes Wetter war, spätnachmittags, vier, halb fünf, ein Szenario, wie bestellt für ein großes Sommerfinale. War es auch, wie sich zeigen sollte. Am nächsten Tag war der Sommer weg. Ich kam an den Platz, wollte eigentlich nur quer durch und schnell zum Bahnhof, meinen Zug kriegen, machte dann aber doch noch eine lange Aufnahme mit Ohrmikros – OKM Soundman.

Bremer  Marktplatz   02:25   mp3
Ungeschnittener Auszug, binaural Stereo

Gemacht zum Hören mit Kopfhörern.

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Kleine Kopfreise für zwischendurch tagsüber oder zum Einschlafen.
Bitte jetzt:
Kopfhörer auf

zurücklehnen
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half asleep in Cayo CocoIn den Dünen liegen und dösen auf Cayo Coco, Cuba

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Binaurale Feldaufnahme, 02:40, unbearbeitet. Aufgenommen mit Soundman OKM Mikrofon

 

Meereswellen zum Wegdriften am Schreibtisch

In den letzten Jahren habe ich eine Menge Tonaufnahmen gemacht in Landschaften und Städten, die sogenannten Field recordings. Wenn ihr hier im Blog schon mal vorbeigekommen seid, habt ihr vielleicht über meine Vorliebe für diese Klänge gelesen. Sie sind mein Rohmaterial für elektroakustische Klangstücke. Es gibt aber auch ein paar davon, die benutze ich für mich zwischendurch zum Abschalten, wenn ich über Stunden konzentriert arbeite oder neue Ideen finden will, und so weiter. Ich höre oft diese Caco Coco-Aufnahme. Die wirkt Wunder, bei mir zumindest. Obwohl der Ort selbst, was die Klangsituation angeht, nicht entscheidend ist, da sich die Aufnahmeergebnisse theoretisch auch an anderen, ähnlichen Orten, ergeben könnten.

Beim Aufnehmen in den Dünen saß ich an einer Stelle, wo das Meer so etwa 30, 40 Meter entfernt war. Leute waren nur wenige dort und weit weg, die meisten zu Mittag gegangen. Dadurch hatte ich das Glück, die Dünensituation so aufzunehmen, wie ihr sie hier hören könnt, also mit dem Meer in geringer Entfernung statt nah dran, so dass noch ein ‚Raum dazwischen’ gehört werden kann, und ohne nahe menschliche Stimmen. Ja, und mit dem kleinen Vogel neben mir, der ein Mal laut tschilpt – sein Teil der Show.

Dass es entspannend wirkt, Meereswellen zu hören, ist nichts Neues, wir wissen das alle, aber doch ist es immer wieder erstaunlich, wenn man fühlt, wie es bei einem selbst funktioniert.

 

a backyard in Berlin

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Den Wasserkessel aufsetzen
Mono   01:58

Letzten Winter in Berlin habe ich in einem ganz außergewöhnlichen kleinen Apartment* nahe Kudamm übernachtet. Der Architekt Le Van Bo hat es gestaltet, mit ihm war ich für den nächsten Tag zum Interview über seine Projekte verabredet.** Es war klirrend kalt, als ich in Berlin ankam, und ich war danach stundenlang durch die Stadt gelaufen. Und dann komme ich in dieses gemütliche Apartment und sehe auf dem Herd in der Kochnische auch noch einen Teekessel … Ich hatte zuletzt einen Teekessel gesehen bei meiner Oma, das ist ewig lange her, und trotzdem, das Gefühl von Wärme und Geborgenheit an kalten Wintertagen war sofort wieder da und steigerte sich natürlich noch durch das Geräusch, ganz klar, das Geräusch gehört einfach dazu.  –   Möchte jemand Tee?

* Mehr zu Le’s Apartment  – Hier
** Mehr zu Le Van Bo
  – Hier

 

© rb

© rb

This is a bit of a blackbird’s tweet as an envelope curve on my computer screen.
 

 

My blackbird visitor, singing – 02:16

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I was sitting at my PC doing a sound mix with headphones on. It was that sunny Sunday two weeks ago, early afternoon. I’m totally concentrated when I do a mix, normally. But that day I got distracted –in a positive way– by a sound that didn’t come through my headphones. It came from our balcony on the upper floor, and it was a blackbird singing. I interrupted my work and listened. It was singing lovely. It made me so happy to hear that bird singing. And the little fellow didn’t stop. My directional microphone was ready to hand. I had used it the day before. So I sneaked up the stairs and spotted the bird on the balcony railing. The bird was facing the trees in the backyard. I hid behind the corner at the top of the stairs when I made the recording. From where I stood I could not precisely point the mic in the bird’s direction, because it would have noticed me and flown away. Never mind, I am happy about the little tiny real life sound event. The singing blackbird did make me stop and think that I should much more often realize the beauty of the little things.

One of the many good side effects about the internet is that you can have nice surprising encounters. While searching the internet about blackbirds I stumbled across the blog by Tanya Watts. “Life is filled with pretty things, enjoy them!” seems to be her motto. She reminded me also of a song which is one of my favourites but I haven’t listened to it for almost a year: Jason Mraz’ “Life is wonderful”. Thank you, Tanya! Here is “Mr. Blackbird”, especially for you.

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In Deutschland mit dem Zug zu fahren,
das hat schon manchmal was.
Auch Taxi fahren oder U-Bahn fahren in Deutschland hat seine Reize. Alles sehr gute und nützliche Personentransportmittel, bequem und schnell.

Da gibt es aber so ein kleines lustiges Gefährt, anzutreffen meist in Südostasien und weltweit bekannt, das schlägt viele andere Verkehrsmittel in der Art und Weise, wie es seine Passagiere beeindruckt. 3-Wheeler-Fahren ist ein Abenteuer, besonders für europäische Fahrgäste!

Die Autorickschas auf 3 Rädern haben keine Türen
und keine Sicherheitsgurte.
Ihre Höchstgeschwindigkeit liegt bei 50 Km/h und ihr Motor klingt wie ein Rasenmäher. Aber sie sind unglaublich manövrierfähig. Ich habe gehört, sie lassen sich sogar auf der Stelle um die eigene Achse drehen. Gesehen habe ich das noch nicht, und journalistisch überprüft habe ich ihre artistischen Qualitäten auch nicht. Die Vorstellung aber ist amüsant. Jedenfalls quetschen sie sich durch den zähesten Verkehr und in die kleinste nur denkbare Lücke. 3-Wheeler-Fahren ist aufregend und garantiert unvergesslich!

Dieser 3-Wheeler hier ist noch frei. Kopfhörer nicht vergessen, denn damit entfaltet sich erst so richtig der bodennahe Sound der Straße. Viel Spaß!

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Field recording, unbearbeitet
(Fotos © R.Burbach)