intercity sky

My Intercity sky + ein wunderbarer Herbsttag

 

Es gibt Städte, die machen dich froh, wenn du nur an sie denkst. Bei mir sind das Hamburg und London. Nach London komme ich leider nicht so oft wie nach Hamburg.

intercity train sq

nach Hamburg

Der Intercity hat Verspätung und fast kaum noch Plätze frei. Oh doch, der hier noch, Glück gehabt! „Das ist meiner“, trötet eine Pastellmadame, als ich mich hinsetze. „Platzkarte“. Verjagt. Na wenn schon, ich fahre nach Hamburg, da kann doch so was nicht meine Stimmung trüben. Nach Hamburg! Wie ich es liebe, dieser Stadt entgegenzufahren. Auch wenn ich von ihr meist nur den Hauptbahnhof sehe. Weil ich da in die U-Bahn steige, und irgendwo wieder aussteige, in Wohnhäuser gehe, Büros oder Cafés, und Interviews mache mit Menschen, die an meinen Radiofeatures mitwirken, und danach den ersten Zug gleich wieder zurück nehme, weil ich für die Abgabetermine irgendwie immer spät dran bin.

Ein Platz ist dann doch noch frei, der äußere von der Sitzreihe an der Tür, im Rücken das Klo. Na wenn schon, ich fahre nach Hamburg! Und auf meinem Endsitz kann ich sogar mit dem Gesicht zum Fenster sitzen und statt einer Sitzlehne hab ich den herrlich blauen Himmel im Blick. Alles ist gut!

 

a cup of coffee

Wie schön hier wieder das Warten ist!

Abends. HH-Hauptbahnhof. Wie schön hier wieder das Warten ist! Das meine ich ganz im Ernst. Ich finde alles wunderbar heute. Auch mein Termin war einer von der Art, wo ich immer denke, mensch, so tolle Projekte, du könntest vor Glück nur so sprühen. Und irgendwie tue ich’s ja auch den ganzen Tag schon.

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Fieldrecording “intercity germany”    01:35
Die Aufnahme wurde mit Im-Ohr-Mikrofonen gemacht. Bei der Wiedergabe mit Kopfhörern ergibt das ein 3-dimensionales Hörgefühl.

 

Nachtfahrt + Dostojewski

Auf der Rückfahrt fällt mir ein Zitat von Dostojewski ein, dieses hier:  „Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.“  Für Menschen wie mich in diesem reichen Land und mit nur ‚Erste’-Welt-Problemen, finde ich, trifft das ziemlich gut den Punkt. Danke, Hamburg!