monsoon hotel room window

© rb

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

“Waterline”    Fieldrecording     01:00     Am besten mit Kopfhörern.

 

From my monsoon-notebooks (2 von 3)

Luftfeuchtigkeit am Tag fast 90 Prozent.
Plötzliche starke Regengüsse.

Ein Hotelzimmer.
Nr. 125, Meerblick.

Gestern stand ich am Ufer vor dem Hotel, wo ein schöner Wind weht, der einem den Kopf kühlt, und blickte aufs Meer. Der Handtuchmann kam zu mir. Er teilt immer am Pool die Handtücher an die Gäste aus. Er stellte sich neben mich, sagte „Hi“, und ich auch, und nun blickten wir beide aufs Meer.
„Very nice, this“, sagte er. „Yes“, sagte ich.

Wir sprachen zum ersten Mal miteinander. Ich stellte mir vor, gleich wird er fragen, where do you come from, und ich werde sagen, Germany, woraufhin er sagen wird, ah, Germany, nice country.

In Wirklichkeit standen wir nur so da, beide den Blick aufs Meer, schweigend – er seinen Stapel Handtücher haltend, ich meinen Regenschirm, den ich hier als Sonnenschutz nehme.

„You know“, fängt er auf einmal an, ich seh zu ihm hin, er lädt den Handtuchstapel auf den einen Arm, „there“, und schaut geradeaus, und ich tue’s ihm nach, “there, straight ahead is Europe,” und zeigt dann mit dem freien Arm nach rechts, wir beide wenden den Kopf, „and on the right side there is Arab Emirates, and on the left …”, wir beide wenden den Kopf, “… there is nothing, for a long time, just nothing, as far as Antarctica.”