© F. J. Burbach

Dieses Foto mit dem Testballon, das ein Freund von mir machte, hat mich zu dem Klangstück “The balloonist in the desert is dreaming” inspiriert.
Als ich zum ersten Mal in einem Ballonkorb am Himmel hing –über der norddeutschen Tiefebene, nicht über der Wüste–, da hatte ich ein ganz überwältigendes Hörerlebnis. Ein Freiballon, gefüllt mit Gas, macht kein Geräusch. In der Luft dort oben ist es still, außer ein Flugzeug ist in der Nähe. Manchmal knackt das Weidengeflecht des Ballonkorbs. Ich hatte noch nie so eine Stille gehört. Hundert Meter über dem Boden, zweihundert, wir stiegen und stiegen. Tief unten auf einem Gehöft rief, unsichtbar, ein Mann „okay dann, bis morgen“. Seine Stimme war deutlich zu hören. „Um acht“, rief ein anderer Unsichtbarer. Es folgte eine lange Stille. Dann bellte ein Hund. Und sogar eine Fahrradklingel konnte ich hören. Diese vereinzelten flüchtigen Alltagsgeräusche erschienen mir so kostbar, dort oben, aus der Ballonperspektive.

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Silent sound, 03:49