Wie kriegst du den Wechsel hin zwischen Radiofeature-Machen und den Soundstücken? Trennst du das so ganz haarscharf und sagst, so, jetzt mach ich ein Soundstück, und wartest auf die Idee? –
Das wurde ich neulich gefragt, als es darum ging, wie man am besten im Kopf ‚umschaltet‘, wenn man in kurzen Abständen an grundverschiedenen Projekten arbeitet.

Ich trenne das Radiofeature-Machen und die Soundstücke jedenfalls nicht bewusst. Es sind so völlig verschiedene Herangehensweisen, dass sich das ganz von allein trennt. Reine Soundstücke zu machen, also ohne Sprachinhalt, ist für mich viel mehr eine innere, intuitive und ungebundene Art des Umgangs mit Material. Beim Radiofeature-Machen ist man ja meist sehr in Kontakt mit dem Außen, mit anderen Menschen und ihren Perspektiven und Informationen. Es sind für mich zwar sehr unterschiedliche Beschäftigungen, aber sie beeinflussen sich unterschwellig, mehr oder weniger.

Zum Beispiel „A Cocooning“, was im unteren Blog-Eintrag zu hören ist, das ist entstanden beim Experimentieren mit meiner neuen DAW Reaper und der Automation bei einer ‚Sinusschwingung‘. Die Woche zuvor hatte ich für ein anderes Projekt den Begriff „Cocooning“ recherchiert, der den Rückzug ins Private benennt, wenn ‚Gesellschaft und Welt‘ als unübersichtlich, überfordernd oder bedrohlich empfunden werden.

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For headphone listening
RB – A cocooning 2017
05:19 mp3

 

umweltgeraeusche environmental sounds 01RBN

 

Soundtrack des Alltags

- Umweltgeräusche und was sie uns bedeuten -

Radiofeature SWR2 Tandem

Montag, 22. Mai 2017

10.05 bis 10.30 Uhr

und

19.20 bis 20.00 Uhr

Hier bitte gehts zu SWR2 Tandem

und

hier zum Livestream
von SWR2

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large woman in the interior

© Victor Zastol'skiy Fotolia

Ausmisten und Platz schaffen  -

Das wäre doch mal eine echte Herausforderung.

Und wenn man es endlich dann geschafft hat, kann es sehr gut sein, dass man dadurch weit über sich hinaus wächst, egal in welche Richtung.

Brauch’ ich nicht

- Minimalismus als Lebensform -

Mein neues Radiofeature bei SWR2 in der Reihe
Feature am Sonntag
30. Oktober 2016
14.05 bis 15.00 Uhr

Danach ist es online noch eine Zeit lang dort nachzuhören.
Die Mitwirkenden haben mich mit ihrer Konsequenz und ihrem Durchhaltevermögen ziemlich beeindruckt.

Viel Spaß.
Mit Kopfhörern ist es wie immer noch einen Tick schöner.
Link zu SWR2:

TON AB!

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Heute mal etwas aus meiner Produktionsabteilung Fiktion.
Die ist chronisch unterbesetzt und kommt nicht so richtig nach. Meine neuen Erzählungen wollen zum Buch geschnürt werden, das wird noch dies ganze Jahr dauern, mindestens, und ein paar ältere Radiostorys hätten gern eine neue Vertonung.

Fish Film“ ist eine Geschichte um Wirklichkeit und Darstellung.

An der Westküste Sri Lankas steht plötzlich vor der Tür von Ley, dem Fischer, ein Fernsehteam aus Europa. Dutch oder deutsch, Ley bringt das immer durcheinander, aber ist ja auch egal, irgendein Land halt von da oben, und die wollen am Strand vor seinem Haus die Stelzenfischer bei der Arbeit drehen, morgen, bei Sonnenaufgang, und ob er mitmachen will. Na ja. – Er macht mit. Aber nicht, weil er so versessen darauf ist, ins Fernsehen zu kommen, sondern wegen der Gage und weil …

Alles will ich nicht verraten. Nur so viel:  Ley und seine Kollegen, die er zur Mitwirkung anheuert, verfolgen ihre ganz eigenen Interessen, die denen der Fernsehleute diametral entgegenstehen. 

Hörprobe

In der Szene ist es 11 Uhr. Der Dreh läuft seit fast vier Stunden, es sind 35 Grad im Schatten, die Fernsehleute sind erschöpft, die Fischer ratlos. Ab jetzt wird alles zum Fake.

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Dauer: 04:40 /  06,38 MB

© Alle Rechte vorbehalten.
 

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