large woman in the interior

© Victor Zastol'skiy Fotolia

Ausmisten und Platz schaffen  -

Das wäre doch mal eine echte Herausforderung.

Und wenn man es endlich dann geschafft hat, kann es sehr gut sein, dass man dadurch weit über sich hinaus wächst, egal in welche Richtung.

Brauch’ ich nicht

- Minimalismus als Lebensform -

Mein neues Radiofeature bei SWR2 in der Reihe
Feature am Sonntag
30. Oktober 2016
14.05 bis 15.00 Uhr

Danach ist es online noch eine Zeit lang dort nachzuhören.
Die Mitwirkenden haben mich mit ihrer Konsequenz und ihrem Durchhaltevermögen ziemlich beeindruckt.

Viel Spaß.
Mit Kopfhörern ist es wie immer noch einen Tick schöner.
Link zu SWR2:

TON AB!

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Heute mal etwas aus meiner Produktionsabteilung Fiktion.
Die ist chronisch unterbesetzt und kommt nicht so richtig nach. Meine neuen Erzählungen wollen zum Buch geschnürt werden, das wird noch dies ganze Jahr dauern, mindestens, und ein paar ältere Radiostorys hätten gern eine neue Vertonung.

Fish Film“ ist eine Geschichte um Wirklichkeit und Darstellung.

An der Westküste Sri Lankas steht plötzlich vor der Tür von Ley, dem Fischer, ein Fernsehteam aus Europa. Dutch oder deutsch, Ley bringt das immer durcheinander, aber ist ja auch egal, irgendein Land halt von da oben, und die wollen am Strand vor seinem Haus die Stelzenfischer bei der Arbeit drehen, morgen, bei Sonnenaufgang, und ob er mitmachen will. Na ja. – Er macht mit. Aber nicht, weil er so versessen darauf ist, ins Fernsehen zu kommen, sondern wegen der Gage und weil …

Alles will ich nicht verraten. Nur so viel:  Ley und seine Kollegen, die er zur Mitwirkung anheuert, verfolgen ihre ganz eigenen Interessen, die denen der Fernsehleute diametral entgegenstehen. 

Hörprobe

In der Szene ist es 11 Uhr. Der Dreh läuft seit fast vier Stunden, es sind 35 Grad im Schatten, die Fernsehleute sind erschöpft, die Fischer ratlos. Ab jetzt wird alles zum Fake.

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Dauer: 04:40 /  06,38 MB

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Was würdest Du tun, 
wenn Du 1000 Euro

bedingungsloses Grundeinkommen hättest?

Um das bedingungslose Grundeinkommen geht es in meinem Radiofeature „Mut statt Existenzsorgen“ am 

Donnerstag, 24. März 2016, 10.05 – 10.30 Uhr, bei SWR2 Tandem

Eine junge Frau reibt sich auf in zwei Jobs, um das Geld zum Leben zusammenzubekommen. Die Miete für ihr WG-Zimmer, Essen, Monatskarte, aber es reicht nicht hin und nicht her. So geht’s nicht weiter, sagt sie sich, ich muss was ganz anderes machen. Sie bewirbt sich für ein Praktikum bei einem sehr ausgefallenen Arbeitgeber. Von Null auf Hundert ändert sich ihr Leben.

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Neulich.
11 Uhr.
ein Dienstag

Was für ein Morgen. Was für tolle Luft, kalt, frisch, und die Sonne scheint, und ich auf dem Weg zum Café. Von hier ist es nur ein paar Schritte. Man kann draußen sitzen. Mir fehlt Vitamin D. Sauerstoff sowieso. Zwei Wochen bin ich nicht vom Schreibtisch weggekommen. Hatte schon überlegt, mir eine Sauerstoffflasche hinzustellen, wo ich dann immer mal einen Zug zwischendurch nehmen kann, fürs Gehirn und den ganzen Rest. Gleich werde ich da im Café wie immer meinen Kollegen treffen, und wir werden über unsere Radiofeaturemacherei reden. Was an Projekten so ansteht und wo wer warum bei dem laufenden gerade fest hängt. Auch dafür braucht es unbedingt diese Cafétage, zum Weiterkommen.

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Wir hatten Schnee, tatsächlich.

Stundenlang hat es wunderbar geschneit. Das war letzte Woche. Schnee ist hier so rar, ich hatte fast vergessen, wie Winter aussehen und sich anfühlen kann.

Ja, Thomas, ich arbeite immer noch gern mit deiner O. Dies Bild ist für dich, falls du mal hier im Blog vorbei kommst.

Ich habe Schneebilder gemacht, vom Fenster aus -denn eigentlich saß ich ja am Schreibtisch über meiner Januar-To-do-Liste-, und genoss es wahnsinnig, das Weiß und die Stille, ihr wisst schon. Und dann aber ging ein furchtbares Getöse los, und etwas schob sich in mein Blickfeld: Es war ein Nachbar mit seinem Blätterpuster, den er umfunktioniert hat zum Schneepflug. Na toll! Mann und Maschine preschten so schnell aus dem Nichts, als hätten sie, seit im Herbst das letzte Blatt aufgesaugt war, nur auf diesen Moment gewartet.

 Ich habe vor Schreck vergessen scharf zu stellen, aber ist ja auch besser so. Ende der Geschichte. Bin dann wieder an meine Liste gegangen.